Centerpiece: Üppige Blüten treffen auf filigrane Leichtigkeit

Große Chrysanthemen in zartem Rosa, verspielte Nerinen und feine Blüten, die scheinbar schwerelos über dem Arrangement tanzen: Dieses herbstliche Centerpiece lebt von Gegensätzen. Üppige XXL-Blüten treffen auf zarte Strukturen, warme Rosttöne auf sanftes Rosa. Dazwischen sorgen außergewöhnliche Fruchtstände, lockere Blütenrispen und dunkles Laub für einen natürlichen, fast verwunschenen Look.

Das Besondere: Die Basis bildet ein Kranz aus Silbermoos, der auf einem stabilen Drahtgerüst befestigt wird. Er schafft einen ruhigen Gegenpol zur lebendigen Blütenvielfalt und lässt sich den ganzen Herbst über immer wieder neu gestalten. So entsteht ein langlebiges Grundgerüst, das mit wechselnden Blumen immer wieder anders aussieht.

Was steckt drin?

Als Basis dienen ein Strohrömer, Steckdrähte, Patenthaften und Silbermoos. Dazu kommen ein passendes Gefäß sowie eine Kombizange zum Umbiegen der Drähte.

Der florale Mix:

  • Chrysanthemen ‚Vienna‘ in Rosa
  • Hortensie
  • Amaranthus ‚Brown Spider‘
  • Nerinen
  • Fruchtstände von Crocosmia
  • Lavatera
  • Japanische Krötenlilie (Tricyrtis)
  • Rizinus (Ricinus)
  • Spitzenblume (Didiscus) 

Und so funktioniert’s:

Kranz vorbereiten: Einen Strohrömer wählen, der gerade so groß ist, dass er später knapp auf dem Rand des Gefäßes aufliegt. So bildet er eine stabile Basis, ohne zu tief in das Gefäß zu rutschen.

Drahtgerüst bauen: Steckdrähte in den Strohrömer einarbeiten und mit der Kombizange passend umbiegen. Das entstehende Gerüst gibt den Blüten später sicheren Halt – auch den besonders großen und schweren Chrysanthemen.

Silbermoos befestigen: Den Strohrömer rundherum dicht mit Silbermoos bedecken und mit Patenthaften fixieren. Dabei möglichst gleichmäßig arbeiten: Der ruhige, nahezu monochrome Mooskranz bildet später einen schönen Kontrast zur Vielfalt der Blüten.

Hauptblüten platzieren: Die großen Chrysanthemen ‚Vienna‘ als Blickfänger einsetzen. Ihre außergewöhnlich geschwungenen Blütenblätter bringen Volumen und eine fast skulpturale Wirkung ins Arrangement. Hortensien ergänzen die üppigen Formen und schaffen weiche Übergänge.

Bewegung ins Spiel bringen: Amaranthus ‚Brown Spider‘ locker über den Kranz hinausfließen lassen. Die rostfarbenen, leicht überhängenden Blütenstände brechen die kompakte Form auf und verleihen dem Werkstück seinen wilden, herbstlichen Charakter.

Filigrane Akzente setzen: Nerinen, Japanische Krötenlilien und Spitzenblumen in unterschiedlichen Höhen einarbeiten. Ihre feinen Blütenformen wirken wie kleine schwebende Akzente zwischen den großen Chrysanthemen und sorgen für spannende Kontraste.

Herbstliche Details ergänzen: Mit Lavatera, Rizinus und den dekorativen Fruchtständen der Crocosmia zusätzliche Strukturen einbringen. Besonders die kleinen Fruchtstände setzen verspielte Akzente und verlängern die Silhouette nach außen.

Feinschliff: Das Arrangement von allen Seiten betrachten und einzelne Blüten oder Zweige nachjustieren. Wichtig ist das Wechselspiel aus Fülle und Leichtigkeit: Die großen Blüten dürfen dominieren, während die zarten Begleiter locker darüber hinausragen. Fertig!

Der Geheimtipp

Silbermoos ist perfekt für langlebige Herbstdekorationen: Beim Eintrocknen wird es fest, behält seine Farbe und bröselt kaum. So kann das Grundgerüst über viele Wochen immer wieder neu bestückt werden. Wer Abwechslung liebt, kann den Kranz auch mit Hortensien, Beeren, Herbstlaub, Lappenmoos, Plattenmoos oder Islandmoos gestalten.

Das Schönste daran: Einmal gebaut, bildet der Kranz die Bühne für immer neue Blütenkombinationen – vom opulenten Herbstarrangement bis zur reduzierten Gestaltung mit wenigen Lieblingsblumen.

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