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Sandarium als Biotop für bodennistende Bienen

Sandarium

Insektenhotels und Nisthilfen sind tolle Möglichkeiten, um Wildbienen ein sicheres Heim zu bieten. Jedoch sind Wildbienen nun mal ihrer Natur entsprechend wild und lassen sich nicht vorschreiben, wo sie zu leben haben.

Es nisten insgesamt nur ca. zwanzig Prozent der Wildbienenarten in Stängeln bzw. Röhrchen wie denen von Insektenhotels. Ein Großteil der Bienenarten legt seine Brut in Erdgängen ab. Wer den Bienchen im eigenen Garten also eine Freude machen möchte, der könnte sich Gedanken über ein Sandarium machen.

Eine wilde kleine Ecke, in der Bienen optimale Bedingungen vorfinden, um sich in der Erde einen gemütlichen Nistplatz zu schaffen. Vereinfacht gesagt ist das Sandarium eine Fläche, die aus Sand besteht. Diese sollte im Optimalfall an einem sonnigen und regengeschützten Ort angelegt werden. Wie ihr euer eigenes Sandarium anlegen könnt, zeigt euch Caro von @hauptstadtgarten – und das ist einfacher, als man annehmen mag.

IWS_hauptstadtgarten_Materialuebersicht

Ihr benötigt dafür lediglich:

  • Ungewaschenen Sand (die Menge hängt hier von der geplanten Fläche ab)
  • Kies
  • Schaufel

Anleitung zum Bau eines Sandariums

Schritt 1:

Begutachtet zuerst euren Garten. Fällt euch hier ein Bereich auf, der möglicherweise viel Sonne erhascht und gleichzeitig ein wenig vom Regen geschützt ist? Wenn ja, habt ihr die perfekte Fläche für euer Sandarium gefunden! Hebt nun in dem von euch auserkorenen Bereich eine Fläche von mindestens
50 x 50 cm mit einer Tiefe von ebenfalls 50 cm aus.

Schritt 2:

Im zweiten Schritt geht es auch schon ans Befüllen der ausgehobenen Fläche. Wenn ihr einen schweren, dichten Boden vorfindet, empfiehlt es sich, eine Drainageschicht aus Kieselsteinen als unterste Schicht in das Loch zu geben.
Sie sorgt dafür, dass das Wasser sich nicht im Sandbecken staut, sondern gut in den Grund sickern kann. Anschließend füllt ihr den Rest des Lochs mit ungewaschenem Sand auf.

Wo bekommt ihr geeigneten Sand?

Am besten im Sandwerk oder bei Baustoffhändlern. In manchen Fällen eignet sich sogar Spielsand. Besonders wichtig ist, dass der gewählte Sand bei Verformung stabil bleibt. Sonst würden die Nisthöhlen der Bienen sofort wieder einbrechen. Ein guter Indikator für den optimalen Sand: Wenn ihr mit einem Sandförmchen ein Küchlein formt und dieses auch trocken noch zusammenhält, dann ist alles wunderbar.

TIPP:
Im besten Fall haltet ihr eure Bienenfläche frei von jeglichem weiteren Bewuchs. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass Störungen wie das Betreten oder Beregnen der Fläche vermieden werden. So fühlen sich die Bienchen am wohlsten. Toll für eure fliegenden Freunde ist es außerdem, wenn ihr einen Totholzhaufen in der Nähe der Fläche aufstellt. Die Holzfasern dienen Wildbienen als perfektes Verschlussmaterial. Viel Erfolg beim Buddeln!

IWS_hauptstadtgarten_Endbild

Mehr Inspirationen findet ihr hier:

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