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Das Staudenbeet im Herbst und Winter

Wie sich ein Beet über das Jahr entwickelt

Auch wenn wir mitten im Herbst stecken und es draußen immer kälter wird, braucht ein Staudenbeet noch ein wenig Pflege, damit ihr auch im nächsten Frühjahr wieder viel Freude daran habt. Und nachdem euch Caro von „Hauptstadtgarten“ bereits im Frühjahr Tipps zum Anlegen eines Staudenbeetes gegeben und euch gezeigt hat, wie ihr bei der Planung am besten vorgeht, hat sie nun ein Follow-Up zu ihrem letzten Beitrag geschrieben: Hier geht es vor allem um die Pflege blühender Staudenbeete sowie Tipps für eure Staudenbeete während der kalten Jahreszeiten.

Pflege blühender Staudenbeete

Bei der Pflege eurer Staudenbeete könnt ihr im Laufe der Saison regelmäßig Verblühtes abschneiden (das sogenannte „Ausputzen“). Somit wird die Blütenbildung immer wieder neu angeregt und ihr habt die Saison über ein schönes, blühendes Staudenbeet. Alternativ könnt ihr euch natürlich hin und wieder auch einen Blumenstrauß schneiden und habt gleich etwas Schönes, Buntes für euer Zuhause; der Effekt ist aber der Gleiche wie beim Ausputzen.

TIPP: Wenn ihr eure Staudenbeete von verblühten Pflanzen befreit oder aber neue Pflanzen in eurem Staudenbeet ergänzt, könnt ihr auch bereits gekeimtes Unkraut entfernen. Hierbei bietet es sich an, zwei Behälter zu nutzen: Den einen Behälter für alles, was kompostierbar ist und den anderen Behälter für blühende Wildpflanzen, die sich versamen könnten sowie für Wurzelunkräuter und kranke Pflanzenteile, die dann über die Mülltonne entsorgt werden.

Extra-TIPP: Es gibt viele Blühstauden, wie beispielsweise Phlox oder Astern, die bereits im Mai oder Juni schon gut ausgetrieben haben. Die Pflanzen wachsen buschiger und fallen nicht so leicht auseinander, wenn ihr einen Teil der Triebe schon zu dem Zeitpunkt um etwa die Hälfte stutzt. Der sogenannte „Chelsea Chop“ hat aber auch einen weiteren schönen Nebeneffekt: Die Pflanzen blühen versetzt – zunächst die ungeschnittenen Triebe und einige Zeit später dann die gekürzten.

Schneiden der Stauden im Herbst

Um Überwinterungsplätze für Insekten und Kleinstlebewesen zu erhalten, ist es sinnvoll, eure Stauden im Herbst nicht komplett zurück zu schneiden. Das heißt im Umkehrschluss aber selbstverständlich nicht, dass ihr nie etwas schneiden oder auch mal aufräumen dürft. Im Gegenteil: Kranke Pflanzenteile solltet ihr auf jeden Fall regelmäßig entfernen und entsprechend entsorgen.

Und es gibt immer wieder Arten, die sogar deutlich besser wachsen, wenn ihr sie direkt nach der Blüte zurückschneidet, beispielsweise Pfingstrosen. Und auch bei Pflanzen wie beispielsweise Disteln, Astern und Fetter Henne könnt ihr, wenn ihr mögt, die Fruchtstände bewusst stehen lassen, da dies im Winter mit Schnee und Frost ganz bezaubernd aussieht. Informiert euch also vor dem Zurückschneiden kurz über die Besonderheiten eurer Pflanzen.

Pflege des Staudenbeetes im Herbst

Wenn euer Staudenbeet bereits einige Jahre alt ist, könnt ihr im Herbst Stauden teilen und damit verjüngen und die Blühfreude wieder anregen. Bei einem recht neu angelegten Beet funktioniert das aber leider noch nicht. Allerdings könnt ihr sowohl im Herbst als auch im Frühjahr nach- und umpflanzen. Beachtet hierbei unbedingt, dass früh blühende Stauden eher im Herbst und spät blühende Stauden eher im Frühjahr versetzt werden; somit haben sie etwas Zeit, sich an den neuen Ort zu gewöhnen.

Schaut jetzt auch noch einmal in eurem Staudenbeet nach Unkraut und jätet dies, damit sich auf den leeren Flächen keine unerwünschten Pflanzen ausbreiten. Hierbei könnt ihr euer Beet mit weiteren Frühblüher-Zwiebeln (bspw. Narzissen oder auch Tulpen) anreichern. Die Lücken, die beim Jäten entstanden sind, könnt ihr mit Herbstlaub oder Holzhäcksel bedecken und hemmt somit gleich die Keimung neuer Unkräuter. Zudem werden Laub und Häcksel von den Bodenlebewesen zersetzt und zu fruchtbarem Humus umgewandelt und es schützt sowohl den Boden vor Austrocknung als auch die Pflanzen vor Frostschäden.

TIPP: Statt die Frühblüher-Zwiebeln direkt ins Beet zu bringen, könnt ihr diese selbstverständlich auch in Tontöpfe pflanzen, die ihr dann auf die noch freien Stellen setzt. Die vielfältigen Vorteile beim Pflanzen von Zwiebelblumen in Töpfe hatten wir euch bereits in unserem letzten Beitrag zum „Anlegen eines Staudenbeetes“ aufgeführt. Schaut doch gerne mal vorbei: 1000 gute Gründe – Anlegen eines Staudenbeetes.

Das Staudenbeet im Winter

Zum Schluss noch ein Tipp für diejenigen von euch, die auch im Winter im Garten sind und über Wasser zum Gießen verfügen: Gießt eure immergrünen Pflanzen an den frostfreien Tagen gelegentlich, denn viele Frostschäden entstehen nicht durch Erfrieren sondern durch Vertrocknen.

Und falls ihr das Gartenwasser so wie Caro abstellen müsst, ist der Schnee auch eine gute Zudecke für die Pflanzen, der beim Auftauen gleich Feuchtigkeit spendet. Somit solltet ihr ihn nur entfernen, wenn die Pflanze durch den Schnee zu sehr erdrückt wird.

TIPP: Zerkleinert euren (Bio-)Tannenbaum im Januar und nutzt ihn als zusätzlichen Frostschutz.

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